Steigende Durchschnittstemperatur
Im Kanton Luzern sind die Durchschnittstemperaturen seit Messbeginn 1871 bis 2025 bereits um gut 3 °C angestiegen. Es ist damit zu rechnen, dass die Durchschnittstemperatur auf dem Pilatus – wie auch in allen Regionen der Schweiz – mit derzeit erkennbaren Entwicklungstrends der Treibhausgase (3-Grad-Welt) um rund 5 °C im Vergleich zur vorindustriellen Zeit steigt (siehe Infografik).
Weniger Schneetage
Die steigenden Durchschnittstemperaturen haben vor allem in den kalten Jahreszeiten die Konsequenz, dass es weniger Schneetage gibt. Die mittlere Nullgradgrenze wird in einem realistischen Erwärmungsszenario auf bis zu knapp 1450 m.ü.M. klettern gegenüber 900 m.ü.M. während der Normperiode von 1991 bis 2020. Bis heute ist die Nullgradgrenze bereits auf etwa 1090 m.ü.M. gestiegen. Die Anzahl Neuschneetage auf dem Pilatus verändert sich in einer 3-Grad-Welt von 88 Tagen pro Jahr während der Normperiode auf 56 Tage pro Jahr.
Noch stärker als die durchschnittlichen Wintertemperaturen erhöhen sich die Temperaturen der kältesten Tage des Jahres. Die Anzahl Eistage, an denen das Thermometer ganztags unter 0 °C bleibt, verringern sich mit zunehmendem Klimawandel deutlich. Wurden während der Normperiode von 1991 bis 2020 auf dem Pilatus noch 84 Eistage pro Jahr registriert, sind es bei einer 1,5-Grad-Welt noch 66 Tage und in einer 3-Grad-Welt noch 46 Tage.